Über: Break-Even-Rechner
Der Break-Even-Point (Gewinnschwelle) ist die Absatzmenge, bei der der Umsatz genau die Gesamtkosten deckt – der Gewinn ist null. Er gehört in jeden Businessplan, in jede Preiskalkulation für ein neues Produkt und ist die erste Frage, wenn die Miete steigt: Wie viel muss ich jetzt mehr verkaufen? Neben Menge und Umsatz zeigt der Rechner den Deckungsbeitrag, die Menge für einen Zielgewinn, den Sicherheitskoeffizienten beim erwarteten Absatz und eine Gewinntabelle.
So funktioniert’s
- Monatliche Fixkosten eingeben: Miete, Gehälter, Versicherungen, Leasing, Software-Abos.
- Variable Kosten pro Stück (Material, Verpackung, Versand, Gebühren) und den Verkaufspreis netto eingeben.
- Break-Even-Menge, Break-Even-Umsatz und Deckungsbeitrag erscheinen sofort. Mit einem Zielgewinn sehen Sie die nötige Absatzmenge.
- Optional den erwarteten Absatz eingeben, um Gewinn und Sicherheitskoeffizient zu sehen; die Tabelle zeigt den Gewinn bei verschiedenen Mengen.
Formeln der Break-Even-Analyse
| Kennzahl | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Deckungsbeitrag (DB) pro Stück | Preis − variable Stückkosten | 20 € − 8 € = 12 € |
| DB-Quote | DB ÷ Preis | 60 % |
| Break-Even-Menge | Fixkosten ÷ DB pro Stück | 10.000 € ÷ 12 € = 833,3 → 834 |
| Break-Even-Umsatz | Fixkosten ÷ DB-Quote | 10.000 € ÷ 0,6 = 16.666,67 € |
| Menge für Zielgewinn | (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ DB | 15.000 € ÷ 12 € = 1.250 |
| Sicherheitskoeffizient | (Ist-Menge − Break-Even-Menge) ÷ Ist-Menge | 16,7 % bei 1.000 Stück |
Da sich keine Bruchteile verkaufen lassen, wird die Break-Even-Menge aufgerundet.
Beispiel: Café
Ein Café hat 3.500 € Miete, 7.000 € Personalkosten und 1.500 € Nebenkosten – 12.000 € Fixkosten im Monat. Ein Cappuccino kostet 4,20 € brutto, also rund 3,53 € netto (19 % MwSt.), und verursacht 0,90 € variable Kosten. Der Deckungsbeitrag liegt bei 2,63 €, die Gewinnschwelle bei 12.000 € ÷ 2,63 € ≈ 4.563 Tassen im Monat, rund 152 pro Tag.
So senken Sie die Gewinnschwelle
- Preise erhöhen: Der Deckungsbeitrag steigt sofort – Auswirkung auf den Absatz beachten.
- Variable Kosten senken: Einkaufspreise verhandeln, günstigere Verpackung, Vertriebskanäle mit niedrigeren Gebühren.
- Fixkosten senken: Miete, feste Personalkosten und laufende Verträge prüfen.
Häufige Fragen
Was sind Fixkosten und was variable Kosten?
Fixkosten fallen kurzfristig unabhängig von der Menge an: Miete, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen. Variable Kosten steigen mit jedem verkauften Stück: Material, Verpackung, Versand, Provisionen, Zahlungsgebühren. Mischkosten wie Strom teilt man in Grundgebühr (fix) und Verbrauch (variabel).
Rechne ich mit oder ohne Mehrwertsteuer?
Ohne: Preise und Kosten netto eingeben. Die Umsatzsteuer wird an das Finanzamt abgeführt und beeinflusst den Gewinn nicht.
Wie berechne ich die Gewinnschwelle bei mehreren Produkten?
Mit einem gewichteten Durchschnittspreis und durchschnittlichen variablen Kosten entsprechend dem Absatzmix – oder Sie bilden die DB-Quote aus Gesamtumsatz und gesamten variablen Kosten und teilen die Fixkosten dadurch (Break-Even-Umsatz).
Was passiert, wenn der Preis unter den variablen Kosten liegt?
Dann macht jedes Stück Verlust und die Gewinnschwelle wird nie erreicht. Der Rechner zeigt in diesem Fall einen Hinweis.