Über: Rentenrechner Altersvorsorge
Die gesetzliche Rente reicht für die meisten nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Dieser Rechner ermittelt Ihre Rentenlücke – die Differenz zwischen monatlichem Bedarf und Nettorente –, rechnet sie mit der Inflation hoch und bestimmt, wie viel Kapital Sie bei Rentenbeginn brauchen, damit es bis zur angenommenen Lebenserwartung reicht. Daraus ergibt sich die monatliche Sparrate für ETF-Sparplan, Riester, bAV oder Tagesgeld. Zusätzlich sehen Sie das Ergebnis nach der 4-%-Regel.
So funktioniert’s
- Aktuelles Alter, gewünschten Renteneintritt und Lebenserwartung eingeben.
- Monatlichen Bedarf im Ruhestand und die erwartete Nettorente in heutiger Kaufkraft eintragen, dazu das bereits angesparte Vermögen für die Altersvorsorge.
- Inflation und erwartete Rendite vor und während des Ruhestands festlegen (im Ruhestand meist vorsichtiger).
- Monatliche Sparrate, benötigtes Kapital und den Kapitalverlauf nach Alter ablesen.
So rechnet der Rechner
- Rentenlücke im 1. Rentenjahr = (Bedarf − Nettorente) × (1 + Inflation)Jahre bis zur Rente
- Benötigtes Kapital = Barwert aller monatlichen Entnahmen bis zur Lebenserwartung, die mit der Inflation steigen, abgezinst mit der Rendite im Ruhestand
- Fehlbetrag = benötigtes Kapital − hochgerechnetes heutiges Vermögen
- Sparrate = gleichbleibende Monatsrate, die bis zum Rentenbeginn auf den Fehlbetrag anwächst
Beispiel: 35 Jahre, Rente mit 67, Lebenserwartung 90, Bedarf 2.800 €, Nettorente 1.400 € (heutige Kaufkraft), 2 % Inflation, 5 % / 3 % Rendite, 30.000 € angespart: Die Lücke im ersten Rentenjahr beträgt rund 2.638 € im Monat, benötigt werden etwa 652.535 € (heutige Kaufkraft rund 346.256 €) und die Sparrate liegt bei etwa 551 € pro Monat.
Die 4-%-Regel
Nach Studien von William Bengen und der Trinity-Studie hielt ein Depot aus Aktien und Anleihen historisch mindestens 30 Jahre, wenn im ersten Jahr 4 % entnommen und der Betrag danach an die Inflation angepasst wurde. Umgekehrt gilt: Kapitalbedarf = jährliche Lücke × 25. Bei 1.400 € Lücke pro Monat (16.800 € im Jahr) sind das 420.000 € in heutiger Kaufkraft. Da die Studien auf US-Daten beruhen und Steuern unberücksichtigt bleiben, rechnen viele in Deutschland vorsichtiger mit 3–3,5 %.
Worauf Sie achten sollten
- Nettorente: Von der Bruttorente gehen Kranken- und Pflegeversicherung sowie ggf. Einkommensteuer ab. Die Renteninformation nennt einen Bruttowert.
- Regelaltersgrenze: Für alle ab Jahrgang 1964 liegt sie bei 67 Jahren; ein früherer Rentenbeginn bedeutet Abschläge von 0,3 % je Monat.
- Inflation: Die EZB strebt mittelfristig 2 % an; für lange Zeiträume rechnen viele mit 2–2,5 %.
- Rendite und Steuern: Erträge unterliegen der Abgeltungsteuer; rechnen Sie zur Sicherheit mit einer Rendite nach Kosten und Steuern.
Häufige Fragen
Wie viel Geld brauche ich für die Rente?
Nach der 4-%-Regel etwa das 25-Fache der jährlichen Rentenlücke. Fehlen Ihnen 1.000 € im Monat, sind das rund 300.000 € in heutiger Kaufkraft – mit Inflation entsprechend mehr bei Rentenbeginn.
Wie berechne ich meine Rentenlücke?
Ziehen Sie von Ihrem gewünschten Monatsbudget im Alter die voraussichtliche Nettorente ab. Viele setzen als Bedarf 70–80 % des letzten Nettoeinkommens an.
Warum ist das benötigte Kapital so hoch?
Wegen der Inflation: Bei 2 % pro Jahr kostet derselbe Warenkorb in 32 Jahren fast das Doppelte. Der Rechner zeigt deshalb auch den Wert in heutiger Kaufkraft.
Sind Riester- oder Betriebsrente berücksichtigt?
Tragen Sie zu erwartende Zusatzrenten zusammen mit der gesetzlichen Rente als monatliches Einkommen ein, oder rechnen Sie Ihre Beiträge dazu in die Sparrate ein.